…aber widerstandslose Ablenkung kann optimieren,
wozu reine Optimierung nicht imstande ist.

If your life feels like a blurry, run-down, second-hand version of what it should be, it’s ‘cause you’re optimizing dumb shit. […]

We pour our hearts and souls into details that, ultimately, don’t matter, yet we degrade our most important choices — where we live, who we date, what we work on — to go-with-the-flow gut decisions. We settle for what’s there.

What good is having all your ducks in a row? What purpose does that really serve? Forget presenting a consistent picture to society. Make sure you’re painting. Doing what matters to you. Spending time on the important things.

– Niklas Göke

Dumb shit ist für mich so etwas wie vergangene Einträge durchzugehen und sie für meinen momentanen Qualitätsstandard optimieren. Es ist nicht nicht sinnvoll, aber auch nicht wirklich notwendig. Die Zeit könnte ich nutzen, um neue Einträge wie diesen zu schreiben. Das Optimieren ist eine Form von Widerstand gegen den Moment – gegen das, was eigentlich dran ist, was aber anstrengender wäre, als dumb shit zu optimieren.

Letztendlich aber ist es für mich am wichtigsten, den Aufschiebungsmodus nicht zu verurteilen. Ich erkenne an dass ich gerade entweder Angst habe, frustriert bin oder schlicht die Kraft nicht habe, um das zu tun was ich mir vorgenommen habe. Den möglichen Gründen dafür wiederum stimme ich auch zu und lasse mich entweder bewusst etwas ablenken, oder mache gezielt etwas ganz anderes als das, was ich ursprünglich vorhatte.

So habe ich jetzt z.B. meinen Unwillen, eine neue Über Mich Seite zu schreiben, der durch oben erwähntes Optimieren älterer Einträge ausgedrückt wurde, genutzt um genau dieses Phänomen einmal zu untersuchen und festzuhalten.

Widerstand gegen Widerstand erzeugt nur Frust. Optimierungssucht ist nämlich nichts anderes als das: eine Sucht, per Definition ein destruktives Verhalten.

Wenn ich beim ursprünglichen Widerstand bleibe – demjenigen, der sich gegen das Vorhaben richtet – kann ich die Ablenkung, die sich daraus ergibt – das Treibenlassen – wenigsten als Katalysator für völlig Neues und Unvorhergesehenes nutzen.

Wie z.B. die Realisierung, dass ich auch kurze Texte schreiben kann.

 

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