Whether cultivated or neglected,
[a man’s person’s mind] must, and will, bring forth. If no useful seeds are put into it, then an abundance of useless weed-seeds will fall therein, and will continue to produce their kind.

– James Allen

So sehr habe ich mich darauf konzentriert, nichts zu versuchen, kein Ziel zu verfolgen, dass ich gleich zwei Rezepte umgesetzt und fotografiert habe, die gar nicht geplant waren, aus dem Moment heraus entstanden und mir erst beim Bearbeiten der Fotos als potenzielle Blogeinträge auffielen.

Das erste entstand als es mir an einem Nachmittag, der für mich gedacht war, selbstproduziert zu Deutsch beschissen ging. Wenn ich das notwendige Ausruhen verschiebe bin ich nunmal unproduktiv, und während mir das bewusst wird ist es meistens schon zu spät dafür und ich bin frustriert, was mein Sohn an diesem Tag nachher verständlicherweise gar nicht gut fand.

In meiner Verzweiflung, ihn nicht meine Gefühle ausbaden zu lassen, bot ich ihm alle Aktivitäten an, die mir einfielen, an denen er vielleicht Spaß haben könnte. Wir einigten uns schließlich darauf, Himbeereis zu machen und dann in den Wald zu gehen, wo er auf einem umgefallenen Baum klettern konnte.

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Heute frage ich mich trotzdem zum abertausendsten Mal – wie, wie ist es möglich, mich nur auf das Sein, das ungezielte Erleben des Jetzt, zu konzentrieren, wenn mir zeitgleich immer ein mögliches, für mich erstrebenswertes Ergebnis dessen vor Augen schwebt?

Meine Gedanken tendieren eben zum Wünschen und Träumen, ich habe nunmal große Vorstellungen – das kommt unter anderem von der Informationssucht, die ich für extrem gefährlich halte.

Nach wie vor ist eine Lösung: maximaler Output mit minimalem Input. Kontraintuitiv – aber ich habe nunmal begrenzte Kapazitäten, Informationen nachhaltig zu verarbeiten.

Also achte ich so gut ich kann darauf, welche Informationen ich zu mir nehme – sind sie meiner Gesundheit, meinem geistigen Zustand zuträglich? Oder füttern sie mein Ego, indem ich mich z.B. kopfschüttelnd empören darf?

Nein zu Letzterem, ja zu Ersterem, und mir die unvermeidbaren Ausrutscher verzeihen – oder sie gar nicht erst als solche benennen.

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Himbeer-Softeis

für 6 Portionen


Zutaten

350 g Sahne
250 g Himbeeren, gefroren
10 g gefriergetrocknete rote Beeren (optional)
100 g milder Blütenhonig
Prise Salz
1/8 tl gemahlene Vanille
1 Ei
1 Eigelb


Zubereitung

Sahne mit Himbeeren, Beeren, Honig, Salz und Vanille pürieren. Abschmecken und ggf. ein wenig nachsüßen – es sollte etwas süßer und geschmacksintensiver sein als gewollt, weil das Frieren den Geschmack eindämmt. Zum Schluss Ei und Eigelb zufügen und kurz untermixen. Masse in der Eismaschine nach Anweisung des Herstellers zu Eis verarbeiten und sofort servieren.

Mögliche Abwandlung für Veganer: Die Eier habe ich in Schokoladeneis schon einmal erfolgreich durch Aquafaba ersetzt. Ich weiß nicht, ob es geschmacklich mit den Himbeeren passt, wäre aber einen Versuch wert. Einfach statt der Eier 100 g Aquafaba nehmen, statt der Sahne entsprechend eine vegane Créme cuisine. Den Honig durch Agavendicksaft oder Reissirup ersetzen._DSC0237

 

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